Tierhaltung

Die Nutztierhaltung in Bayern ist auf den Schutz von Verbrauchern, Tieren und Umwelt ausgerichtet.

Meldungen

Gegen Übergriffe durch den Wolf
Förderung von Herdenschutzmaßnahmen

Zaunpfahl mit 5 Litzen am Waldrand

Zur Unterstützung der bayerischen Weidetierhalter werden ab sofort in den Gebieten mit Wolfpräsenz Herdenschutzmaßnahmen zu 100 Prozent gefördert. Dazu zählen z. B. der Bau von Zäunen und die Anschaffung mobiler Ställe zum Schutz gegen Wölfe. Die aktuellen Wolfsgebiete in Bayern werden vom Landesamt für Umwelt veröffentlicht. 

Förderprogramm: Investitionen in Herdenschutzmaßnahmen gegen Übergriffe durch den Wolf - Staatsministerium Externer Link

Betriebe in der Pflicht
Notstromversorgung von Tierhaltungsbetrieben

Kuh mit Tablet

Die Oberpfälzer Gemeinden führten 2019 Vorsorge-Planungen für den Fall eines längerdauernden, flächendeckenden Blackouts durch. Ein Thema dabei waren Stromausfälle bei Tierhaltungsbetrieben. Für die Kreisverwaltungsbehörden entstand der Eindruck, dass eine Diskrepanz zwischen der rechtlichen Vorhaltungsverpflichtung für Notstromaggregate und deren praktischer Verfügbarkeit vor Ort besteht. 

Selbst vorsorgen
Unser Amt weist Tierhaltungsbetriebe auf die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung hin. Gemäß §3 Abs.5,6, §4 Abs.1 Nr.5 besteht im Einzelfall die Verpflichtung, eine eigene Notstromversorgung vorzusehen und diese regelmäßig zu prüfen.
Im Regelfall kann nicht auf eine Einspeisung durch Notstromaggregate der Feuerwehren oder sonstiger Katastrophenschutzeinheiten vertraut werden. Diese sind prioritär für andere Aufgaben vorgesehen.

ASP-Früherkennungsprogramm nutzen
Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich aus

Mastschweine

Die Afrikanische Schweinepest breitet sich weiter aus und ist erstmals in Deutschland aufgetreten. Schweinehaltenden Betrieben in Bayern wird empfohlen, am ASP-Früh­erken­nungsprogramm teilzunehmen. Ein großes Risiko, die Tierseuche zu verbreiten, sind Lebensmittel aus Haus- oder Wild­schweine­fleisch. Ein achtlos weggeworfenes Wurstbrot kann ausreichen, um das Virus zu übertragen. 

Afrikanische Schweinepest - Staatsministerium Externer Link

Tierhaltererklärung seit 1. Juli 2019 erforderlich
Nationaler Aktionsplan Kupierverzicht

Schwein

© Anatolii - adobe.stock.com

Im September 2018 beschloss die Agrarministerkonferenz in Deutschland den "Nationalen Aktionsplan Kupierverzicht". Die EU-Kommission hatte zuvor bemängelt, dass in vielen Mitgliedstaaten routinemäßig der Schweineschwanz kupiert wird, um Schwanzbeißen zu vermeiden. Das Kupieren des Schweineschwanzes ist jedoch nach geltendem Recht nur erlaubt, wenn es im Einzelfall zum Schutz des Tieres oder anderer Tiere unerlässlich ist. 

Seit dem 1. Juli 2019 muss in jedem schweinehaltenden Betrieb, der kupierte Schweine hält, eine Tierhaltererklärung vorhanden sein. Diese Tierhaltererklärung muss dem Veterinäramt bei Kontrollen vorgelegt werden. Sie ist ein Jahr gültig. Der Tierhaltererklärung geht eine Risikoanalyse voraus, um mögliche Schwachstellen im Stall aufzudecken und Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Beim Zukauf von Schweinen muss neben der Tierhaltererklärung für den eigenen Betrieb auch die des Betriebes vorliegen von dem die Schweine stammen.

Informationen, Checklisten, Tierhalterklärung - Aktionsplan Kupierverzicht Externer Link

Rinder, Schafe, Ziegen
Blauzungenkrankheit in Deutschland - Freiwillige Impfungen empfohlen

Grafische Darstellung einer Kuh, auf der Insekt sitze und die Spritze bekommt

© lantapix - stock.adobe.com

Seit Dezember 2018 ist die Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) zurück in Deutschland. Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin empfiehlt die Impfung für Rinder und kleine Wiederkäuer. Wer Tiere freiwillig impfen lassen will, benötigt dazu in Bayern eine Genehmigung des Veterinäramts. 

Informationen für Tierhalter - Staatsministerium Externer Link

Salmonellen in Futtermitteln - das müssen Landwirte beachten

Sojaextraktionsschrot in Futterschaufel

© LfL

Falls ein Tierhalter mit möglicherweise salmonellenbelasteten Futtermitteln beliefert wurde, muss dieser einige rechtliche Vorgaben beachten. Die betroffene Ware darf nicht mehr in den Verkehr gebracht oder verfüttert werden. Die Rücknahme der betroffenen Ware wird behördlich überwacht. Die LfL informiert, was Landwirte beachten sollten und wie mit dem Futter zu verfahren ist.  

Salmonellen in Futtermitteln - Hinweise LfL Externer Link

Reinigung und Desinfektion von Lager- und Fütterungseinrichtungen - LfL Externer Link

Spezielles Beratungsangebot für Ferkelerzeuger

Ferkel in der Bucht

Die Schwerpunktberatung zur Ferkelerzeugung unterstützt Landwirte. Sie informiert über gesetzliche Neuerungen und aktuelle Förderkonditionen. Außerdem zielt das Projekt darauf ab, die ökonomischen und produktionstechnischen Verhältnisse im Einzelbetrieb unter Einbeziehung des Tierwohls zu verbessern. 

Schwerpunktberatung - Staatsministerium Externer Link

Schwerpunkte

Rinder- und Milchviehhaltung

Milchviehhaltung

Etwa 824 landwirtschaftliche Unternehmer in unserer Region halten rund 53.930 Rinder. Überregionaler Ansprechpartner ist das Fachzentrum Rinderhaltung am AELF Münchberg. 

Fachzentrum Rinderhaltung - AELF Münchberg Externer Link

Fleischrinderzucht und Mutterkuhhaltung

Kalb auf Weide

Das neue landesweite Fachzentrum in Schwandorf ist Ansprechpartner in Fragen der Fleischrinderzucht und Mutterkuhhaltung.  

Fachzentrum Fleischrinderzucht und Mutterkuhhaltung Schwandorf Externer Link

Rinderzucht

Rinderzucht

Züchtung verbessert die Leistungsfähigkeit der Tiere, ihre Gesundheit und die Qualität der tierischen Erzeugnisse. Überregionaler Ansprechpartner ist das Fachzentrum Rinderzucht am AELF Schwandorf.  

Fachzentrum Rinderzucht - AELF Schwandorf Externer Link

Schweine

Zuchtsauen in einer Liegekoje

In unserer Region gibt es rund 370 Schweinehalter. Ihr überregionaler Ansprechpartner ist das Fachzentrum Schweinezucht und -haltung am AELF Schwandorf. 

Fachzentrum Schweinezucht und -haltung - AELF Schwandorf Externer Link

Geflügel, Schafe, Ziegen und Wild

Huhn © ccke - Fotolia.com

© ccke - Fotolia.com

35.000 der Legehennen in unserer Region leben in der Bodenhaltung, etwa 60 % im Freiland. Ansprechpartner für die Halter, ebenso wie für die Halter von Schafen, Ziegen und Wild ist das Fachzentrum Kleintierhaltung am AELF Kitzingen. 

Fachzentrum Kleintierhaltung - AELF Kitzingen Externer Link

Pferde

Pferde, Foto: Haupt- und Landesgestüt Schwaiganger

Als eigenständiger Betriebszweig bietet die Pensionspferdehaltung für Landwirte ein zusätzliches Einkommen. Überregionaler Ansprechpartner ist das Fachzentrum Pferdehaltung am AELF Ansbach. 

Fachzentrum Pferdehaltung - AELF Ansbach Externer Link